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 GRUNDSÄTZE

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Grundsätze zur Rettungshundearbeit in Weiden

 

 

Zeit

 

Rettungshundearbeit ist sehr zeitaufwendig. Wir trainieren 2x in der Woche zusammen in den Sparten Fläche und Mantrailen. Eine Einheit dauert 4-6 Stunden. Das Training beginnt und endet gemeinsam. Daneben muss noch Zeit für Öffentlichkeitsarbeit, Aus- und Weiterbildung, Einsatzübungen und Vorführungen eingeplant werden. Generell wird eine regelmäßige Teilnahme erwartet, sollte dies nicht möglich sein macht eine Mitgliedschaft bei uns keinen Sinn.

Zusätzlich zum Staffeltraining muss jeder Hundeführer, Sozialisierung, Umwelteinflüsse und Geländegängingkeit, Kondition, Konzentration und Unterordnung zu Hause selbständig üben.

Eine verständnisvolle Familie und Arbeitgeber sollten dementsprechend vorhanden sein.

 

Kosten

 

Die Trainingsorte sind in Weiden und Umgebung. Hierfür müssen etliche Kilometer mit dem Privatauto zurückgelegt werden. Hundezubehör, wie z. B. Maulkorb, Futter, Leinen usw. , GPS-Gerät, Taschenlampe oder Trainingskleidung müssen selbst finanziert werden.

 

körperliche Fitness und psychische Belastung

 

Training und Einsätze finden bei jeder Wetterlage statt. Eine gute gesundheitliche Kondition und körperliche Fitness sind Pflicht. Training bei Wind und Wetter oder kilometerweite Fußmärsche querfeldein, bergauf und bergab sind bei Einsätzen nicht selten. Auch psychische Belastbarkeit sollte vorhanden sein. Nachts im Dunkeln im Wald unterwegs zu sein ist nicht jedermanns Sache. Schicksale im Einsatz können belastend sein, besonders das Auffinden von verletzten oder toten Personen.

 

Ausbildung

 

Die Ausbildung eines Rettungshundeteams dauert mindestens 2-3 Jahre. Das Team muss im späteren Einsatz zuverlässig arbeiten - es geht um Menschenleben. In der Ausbildung wird vom Hundeführer sehr viel Geduld erwartet. Die Bildung eines Teams (Hundeführer und Hund) dauert seine Zeit. Jedes Team hat hier andere Stärken und Schwächen, diese müssen akzeptiert und daran gearbeitet werden. Der Ehrgeiz des Hundeführers muss immer an die Lerngeschwindigkeit des Hundes angepasst werden.

 

Grundlage der Ausbildung ist die ausgeprägte Hund-Hundeführer-Beziehung und gegenseitiges Vertrauen. Die Ausbildung erfolgt grundsätzlich über positive Bestärkung. Häufige Wiederholungen festigen das Erlernte (Konditionierung). Ernste und konsequente Ausbildung und klare Kommunikation mit dem Hund, auch im Alltag, ist unumgänglich. Das Setzen von Grenzen ist notwendig um einen zuverlässig arbeitenden Hund zu bekommen. Der Laissez-fair-Führungsstil ist beim Hund nicht artgerecht.

 

Die Rettungshundeausbildung ist eine Spezialausbildung. Wir sind keine kostenlose Hundeschule. Wer seinen Hund nur beschäftigen will ist bei uns falsch. In den Trainingseinheiten wird ausschließlich auf den Einsatz hingearbeitet. Probleme, die der Rettungshundearbeit im Weg stehen, müssen selbständig zu Hause abgestellt werden.

 

Teamgeist

 

Rettungshundearbeit ist Teamarbeit. Nicht nur wie oben beschrieben zwischen Hund und Hundeführer sondern vor allem zwischen den Staffelmitgliedern untereinander. Für die Ausbildung seines Hundes braucht jeder Hundeführer die anderen Staffelmitglieder. Sie müssen Versteckperson spielen und hier z. B. oft längere Zeit mit Krabbeltieren im Wald sitzen. Dreckige Schuhe und Kleidung gehört dazu.

Die eigenen Ziele müssen auch mal hinter denen der Gruppe angestellt werden. Ein problemloser Umgang mit einer Gruppenordnung ist unerlässlich, dazu gehört vor allem Kritikfähigkeit.

Rettungshundeführer sind keine Einzelkämpfer.

 

Einsätze

 

Die Einsätze kommen immer dann wenn man sie am wenigsten brauchen kann. Auf gemütliche Fernsehabende oder den Kaffeeklatsch mit Freunden wird keine Rücksicht genommen. Die meisten Einsätze finden am späten Abend oder den frühen Nachtstunden statt. Auch hier gilt Teilnahme erforderlich. Es macht keinen Sinn einen Hund jahrelang zum Rettungshund auszubilden, wenn dann keine Zeit für Einsätze übrig ist. Es gehört viel Idealismus dazu, nachts vermisste Personen zu suchen, wenn man daran denkt auch am nächsten Morgen, nach wenig Schlaf, noch gut gelaunt in der  Arbeit erscheinen zu müssen.

 

Der Einsatz erfordert Ordnung und Disziplin. Es ist von enormer Wichtigkeit sich in die Einheit der Staffel einzufügen und innerhalb dieser verlässlich zu funktionieren. Die Einsatzkräfte müssen sich dem Einsatzleiter unterordnen können und sich an Regeln und Vorschriften halten.

 

Hund

 

Der Hund sollte nicht aggressiv oder ängstlich sein. Er muss gut sozialisiert sein. Er sollte arbeits- und lauffreudig sein. Sein Fress- und /oder Spieltrieb sollte so groß sein, dass er auch mit Fremdpersonen spielt oder Futter annimmt. Ein Grundgehorsam dem Alter entsprechend sollte vorhanden sein. Sein Interesse an Wild sollte kontrollierbar sein. Er muss gesund und fit sein. Aufgrund der körperlichen Belastung sollte der Hund keine Probleme mit dem Herz-Kreislauf-System noch mit dem Bewegungsapparat haben.

 

Ob ein neues Team zu uns passt, tatsächlich geeignet ist und ob ihm die Arbeit Spaß macht stellt sich in der halbjährigen Probezeit heraus.

Noch immer interessiert? 

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