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GALERIE -  Einsatzübung

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EINSATZÜBUNG MT HÖCHSTADT

 

Samstag, der 28.01.2017 – Auf dem Norma-Parkplatz in Röttenbach baut die Einsatzleitung der Rettungshundestaffel des BRK Erlangen-Höchstadt ihren Standort auf. Ein Einsatzleiter und zwei Einsatzhelfer bereiten sich auf die kommenden Aufgaben vor.

 

Um 14 Uhr treffen die ersten Einsatzkräfte ein. Sechs Hundeführer und Hundeführerinnen samt Helfern stehen zur Verfügung, darunter Melanie Dirscherl mit Faron und Beate Uschold (RHS Weiden).

 

Es wird ein 51-jähriger Familienvater vermisst, welcher in Ansbach wohnhaft ist, Suizid angekündigt hat und nach einem Tag Vermissung, zu Fuß unterwegs, in Röttenbach von einem Bekannten gesehen wurde. Durch die Polizei waren Geruchsgegenstände sicher und zur Verfügung gestellt worden. So das vorgegebene Szenario für die Einsatzkräfte.

 

Fünf Stunden arbeiten die Hunde bei nicht so einfach zu bewältigender Wetterlage. Die Sonne scheint, aber die Temperaturen machen trotzdem zu schaffen. Teams schließen aus, dass die vermisste Person „Aloisius Opfer“ die Siedlung nach Westen hin verlassen hat. Eine Tendenz nach Norden zeigen fast alle Hunde. Jetzt ist zu erarbeiten, wie der Ort nach Norden verlassen werden kann. Drei Hunde pausieren. Einer findet den Ausgang im Bogen über Äcker. Jetzt erkennt man ganz deutlich, wie die Witterung (Thermik und Wind) in den vergangenen Stunden die Geruchsspur verzerrt hat. Immer wieder müssen Pausen eingelegt werden. Die Strecke ist weit, welche der Vermisste zurückgelegt hat. Sie führt von Röttenbach über Freiflächen und einer größeren Erhöhung nach Hemhofen. Jetzt geht langsam die Sonne unter und die Temperaturen sinken, was wiederum Auswirkung auf den Geruchsverlauf hat. All das muss einkalkuliert werden, wenn der Hundeführer bemerkt, dass sein Hund plötzlich nicht mehr weiterkommt. Dann ist die richtige Schlussfolgerung des Hundeführers wichtig, der entscheidet, wohin müssen wir evtl. zurück, damit der Hund wieder Witterung bekommt.

 

Die Einsatzleitung erhält zeitnah Rückmeldungen von den Teams und kann sich auf dem Bildschirm eine gute Vorstellung von der Arbeit der Hunde machen. Teilweise sind diese mit GPS-Dog-Trackinggeräten ausgestattet. Über diese kann die Einsatzleitung direkt verfolgen welchen Weg der Hund nimmt. Das trägt enorm zur Erleichterung in der Einsatzleitung bei uns erspart dem Team viele Rückmeldungen.

 

Das Team Weiden kämpft sich genauso, mit jetzt wieder auf andere Weise erschwerten Bedingungen, vorwärts. Es ist bereits dunkel geworden. Die Geruchsspur setzt sich nach unten ab. Nach längerer Pause, in einem Nahbereich von ca. 300 – 500 Metern zur vermissten Person, versucht der Personenspürhund, weil er Witterung querfeldein bekommt in Luftlinie zum Herrn Opfer zu kommen. Das wirft Schwierigkeiten auf, da die Grundstücke von hinten angelaufen werden und unsere Teams nicht einfach durch fremde Gärten gehen dürfen. Ein sehr netter Nachbar, dem die Taschenlampen aufgefallen sind, lässt das Team durch sein Grundstück auf die Straße und erspart so einen größeren Umweg, wo Herr Opfer gerade sein Auto verlässt und vom Hund sofort erkannt und verwiesen wird.

 

Eine erfolgreiche Einsatzübung, aus der alle Beteiligten viel lernen konnten. Sie war wirklichkeitsgetreu. Nur die eine Person, welche die Übung geplant hat wusste wer tatsächlich vermisst wird, wo diese Person gelaufen ist und sich bis zum Auffinden befunden hat. Die erarbeiteten Ergebnisse jedes einzelnen Teams haben letztendlich zum Erfolg und dem Auffinden beigetragen. Wir wissen, dass nur ein Training in solchem Rahmen uns näher an die Realität im Einsatz heran bringt, und zu einem großen Einsatzteam zusammen schweißen wird. So sieht für uns die Zukunft aus, mit Hundeteams, die den Ausbildungsstand haben, diesen Herausforderungen gewachsen zu sein.